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Flyer Hilfen zur Erziehung

Stellungnahme zur Berichterstattung über die Intensivpädagogische Wohngruppe Feuerwache

Im Interesse der Gesundheit und des Wohlergehens der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern bitten wir alle beteiligten Akteur*innen, von einer weiteren medialen Berichterstattung in der bisherigen Form abzusehen.
Alles, was jetzt öffentlich als vermeintliches „Wissen“ über die Kinder und Jugendlichen und über die Wohngruppe „Feuerwache“ berichtet wird, stellt die Situation einer sehr kleinen Gruppe von – in ihrem sozialen Umfeld identifizierbaren – Kindern und Jugendlichen öffentlich zur Schau. Wir sorgen uns daher ernsthaft um die weitere Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen. In diesem sensiblen sozialen Umfeld tragen nicht nur Mitarbeitende, Träger und Behörden Verantwortung, sondern auch die Medien.

Wir sehen die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Kinder und Jugendlichen in der Berichterstattung der vergangenen Woche mehrfach gravierend verletzt.

Wir als Träger sind mit allen verantwortlichen Stellen in Kontakt, um den öffentlichen Anschuldigungen zu begegnen und zu einer abschließenden Klärung zu kommen.

Wir danken allen, die uns in der letzten Woche ihre Solidarität ausgesprochen haben und in dieser Zeit an unserer Seite stehen.

Sven Bechtolf – Geschäftsführung

9.11.2020

 

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Unterstützung durch die Initiative für Kinder, Jugendliche  und Familien GmbH

Im Rahmen der „Hilfen zur Erziehung“ bieten wir Jugendlichen ab 12 Jahren und jungen volljährigen Menschen im Alter von bis zu 26 Jahren, die aufgrund ihrer problematischen Lebenssituation Hilfen zur Alltagsbewältigung benötigen, ambulante und stationäre Angebote an.

Die Hilfen können sowohl in einer betreuten Wohngemeinschaft, Intensivpädagogischen Wohngruppe als auch in Form einer Einzelbetreuung in Anspruch genommen werden.

Darüber hinaus kann es auch um Begleitung bei der Wohnungssuche oder den dauerhaften Erhalt der Wohnung gehen.

Unsere Angebote haben folgende Ziele

  • berufliche Integration
  • Entwicklung der eigenen Fähigkeiten und Stärken
  • Verhinderung von und Auseinandersetzung mit einer Sucht, psychischen Erkrankung und/oder einer kriminellen Karriere
  • Aufbau und Integration in ein neues soziales Umfeld
  • Kompensation von Entwicklungsverzögerungen
  • Entwicklung eines altersgerechten Umgangs mit emotionalen Bindungen und Ablösungen

Was wir anbieten

  • Alltagspraktische Hilfen (Ernährung, Hygiene, Umgang mit Geld)
  • Klärung der Arbeits- bzw. Beschäftigungssituation und Vermittlung in entsprechende Angebote
  • Unterstützung bei behördlichen Angelegenheiten
  • Begleitung in Krisen
  • Hilfen bei der Gestaltung sozialer Beziehungen
  • Beratung und Begleitung bei der gesundheitlichen Stabilisierung
  • Freizeitgestaltung
  • Möglichkeit der Auseinandersetzung mit traumatischen Erlebnissen

Über die Kooperation mit der GiB GmbH (Gesellschaft für integrative Beschäftigung) besteht die Möglichkeit zu Arbeits- und Beschäftigungsangeboten.

Weitere Angebote

Weitere „Hilfen zur Erziehung“ bieten wir für Kinder und deren Familien. Diese unterstützen wir in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe.

Überleitung in die Eingliederungshilfe nach SGB XII

Aufgrund der Erfahrungswerte in der pädagogischen Arbeit mit psychiatrischen Störungsbildern in der Jugendhilfe begleiten wir auch Überleitungsprozesse in das Betreute Wohnen der Eingliederungshilfe für die Bereiche Psychiatrie, Suchterkrankungen, Drogenabhängigkeit sowie Menschen mit geistiger Behinderung. Die Initiative zur sozialen Rehabilitation e.V. www.izsr.de kann dann eine längerfristige Betreuung in diesen o.g. Bereichen über die Jugendhilfe hinaus für erwachsene Nutzer*innen anbieten.